Nutzungsbedingungen (AGB) & Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Stand: Oktober 2026.
Nutzungsbedingungen (AGB) für Standard-Accounts
1. Vertragsgegenstand und Kostenfreiheit
Diese Nutzungsbedingungen regeln das Verhältnis zwischen dem Plattformbetreiber Jan Lauinger (nachfolgend „Betreiber“) und dem registrierten Nutzer eines Spieler-Accounts (nachfolgend „Nutzer“). Die Registrierung und grundlegende Nutzung des Spieler-Accounts ist für den Nutzer dauerhaft kostenfrei.
2. Registrierung und Altersgrenzen (Jugendschutz)
Die Nutzung der Plattform ist an Altersgrenzen gebunden:
- Personen unter 13 Jahren ist eine eigenständige Registrierung nicht gestattet.
- Minderjährige zwischen 13 und 17 Jahren dürfen sich registrieren, sofern die Erziehungsberechtigten der Nutzung zugestimmt haben. Der Account wird systemseitig als Kinderaccount markiert.
- Die Anmeldung von Kindern unter 13 Jahren zu Trainings oder Events darf ausschließlich durch deren Erziehungsberechtigte im Rahmen eines dafür vorgesehenen Buchungsprozesses erfolgen.
3. Profilbilder und hochgeladene Inhalte
Der Nutzer ist berechtigt, ein Profilbild hochzuladen. Der Nutzer garantiert, dass er die erforderlichen Rechte an diesem Bild besitzt (Urheberrecht) und dass keine Rechte Dritter verletzt werden. Es ist untersagt, anstößige, rechtswidrige, gewaltverherrlichende oder diskriminierende Bilder oder Chat-Nachrichten hochzuladen oder zu versenden.
4. Chat-Funktion und Verhaltensregeln (Netiquette)
Sofern der Nutzer durch eine Zuteilung der Tennisschule berechtigt ist, die Chat-Funktion zu nutzen, verpflichtet er sich zu einem respektvollen Umgangston. Beleidigungen, Spamming, Drohungen oder Belästigungen führen zur sofortigen Sperrung des Accounts. Der Betreiber haftet nicht für die in Chats ausgetauschten Nachrichten der Nutzer untereinander.
5. Verfügbarkeit und Haftungsbeschränkung
Da der Dienst für den Spieler kostenlos bereitgestellt wird, erfolgt die Nutzung „wie gesehen“ (As-Is). Der Betreiber übernimmt keine Garantie für eine ununterbrochene Verfügbarkeit der Plattform oder für den Erhalt von Daten.
5.1 Der Betreiber haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für arglistig verschwiegene Mängel, aus übernommenen Garantien sowie nach dem Produkthaftungsgesetz und in allen anderen Fällen, in denen zwingend gesetzlich gehaftet wird (z. B. nach Art. 82 DSGVO).
5.2 Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Betreiber nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Das sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist in diesem Fall auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
5.3 Im Übrigen ist die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ausgeschlossen, insbesondere für Schäden durch Systemausfälle, technische Fehler oder Datenverlust. Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Mitarbeiter, Beauftragten und Erfüllungsgehilfen des Betreibers.
6. Löschung und Kündigung
Der Nutzer kann seinen Account jederzeit ohne Angabe von Gründen über die Profileinstellungen löschen, sofern keine aktiven Platzzuteilungen für Events oder Trainings bestehen, die eine vorherige Stornierung erfordern. Der Betreiber behält sich das Recht vor, Accounts bei Verstößen gegen diese Bedingungen fristlos zu sperren oder zu löschen.
Allgemeine Nutzungsbedingungen (AGB) für Vereine, Clubs und Tennisschulen
1. Geltungsbereich und Vertragsgegenstand
Diese Nutzungsbedingungen gelten für die Nutzung der Plattform PlanRoyal (nachfolgend „Plattform“) durch Tennisvereine, Tennisclubs und Tennisschulen (nachfolgend „Kunden“). Die Plattform stellt eine Software-as-a-Service (SaaS) Lösung zur Verfügung, mit der Kunden Events, Trainings, Platzzuteilungen und Mitgliederkommunikation verwalten können.
2. Verfügbarkeit und Wartung (SLA)
Der Betreiber bemüht sich um eine bestmögliche Verfügbarkeit der Plattform. Eine 100%ige Verfügbarkeit kann jedoch technisch nicht garantiert werden. Der Betreiber übernimmt keine Garantie für die ununterbrochene Erreichbarkeit.
Insbesondere notwendige Wartungsarbeiten, Sicherheitsupdates, Serverüberlastungen oder unvorhersehbare Ausfälle, die außerhalb des Machtbereichs des Betreibers liegen (z. B. Störungen von Telekommunikationsnetzen, höhere Gewalt), können zu temporären Ausfällen oder Einschränkungen führen. Schadensersatzansprüche wegen zeitweiser Nichtverfügbarkeit richten sich nach Ziffer 3.
3. Haftung und Datenverlust
3.1 Der Betreiber haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für arglistig verschwiegene Mängel, aus übernommenen Garantien sowie nach dem Produkthaftungsgesetz und in allen anderen Fällen, in denen zwingend gesetzlich gehaftet wird (z. B. nach Art. 82 DSGVO gegenüber betroffenen Personen).
3.2 Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Betreiber nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Das sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist in diesem Fall auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
3.3 Im Übrigen ist die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Das gilt auch für mittelbare Schäden und entgangenen Gewinn außerhalb der Ziffern 3.1 und 3.2. Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Mitarbeiter, Beauftragten und Erfüllungsgehilfen des Betreibers.
3.4 Datensicherung: Der Betreiber führt regelmäßig (i. d. R. täglich) automatisierte Backups des Systems durch. Für einen Datenverlust haftet der Betreiber nach den Ziffern 3.1 und 3.2. Die Haftung ist dabei auf den Aufwand begrenzt, der für die Wiederherstellung der Daten bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Sicherung durch den Kunden angefallen wäre.
Wichtiger Hinweis: Die Kunden sind ausdrücklich dazu verpflichtet, alle für sie kritischen Daten (z. B. Anmelde- und Teilnehmerlisten) in regelmäßigen Abständen selbstständig lokal zu sichern (z. B. durch den bereitgestellten CSV-Export).
4. Rechnungen, Zahlungsdateien und Buchhaltungsdaten (Prüfpflicht des Kunden)
4.1 Die Plattform zeigt Zahlen an, gruppiert Informationen und erzeugt auf Grundlage der vom Kunden eingegebenen oder angebundenen Daten Rechnungen, SEPA-Dateien (Überweisungen und Lastschriften), Auszahlungsdateien, Übersichten der Buchhaltung, Zuordnungen von Bankumsätzen und Exporte für den Steuerberater (z. B. DATEV). Der Betreiber ist kein Zahlungsdienstleister: Er nimmt keine Zahlungsaufträge entgegen, hält und überweist keine Gelder und wickelt keine Zahlung ab. Zahlungen führt allein der Kunde über seine Bank aus, zum Beispiel indem er eine erzeugte Datei bei seiner Bank hochlädt oder eine Überweisung selbst veranlasst. Rechnungen werden von den Zahlungspflichtigen über die Infrastruktur ihrer Banken bezahlt, ohne Beteiligung des Betreibers. Die Anzeige „bezahlt“ ist eine Verwaltungshilfe und keine Bestätigung eines Zahlungseingangs durch den Betreiber. Direkte Geldtransfers über externe Zahlungsdienstleister sind derzeit nicht Teil der Plattform. Wird eine solche Anbindung künftig angeboten, ist der externe Zahlungsdienstleister für die Zahlungsabwicklung verantwortlich. Es gelten dann zusätzlich dessen Bedingungen, die der Kunde vor der Nutzung bestätigt, und der Betreiber ist nicht Partei der Zahlung. Für die ordnungsgemäße technische Anbindung gilt Ziffer 3.
4.2 Die Richtigkeit der erzeugten Dokumente und Dateien hängt von den Daten ab, die der Kunde und seine Teilnehmer eingeben (z. B. Beträge, Namen, IBAN und BIC, Mandate, Steuersätze, Stichtage, Zuordnungen). Der Betreiber übernimmt keine Gewähr für deren Richtigkeit und Vollständigkeit und nicht dafür, dass eine Bank eine erzeugte Datei annimmt.
4.3 Der Kunde ist verpflichtet, jede Rechnung und jede Datei vor der Weitergabe an Dritte zu prüfen, insbesondere vor dem Versand an Rechnungsempfänger, dem Upload bei seiner Bank und der Übergabe an den Steuerberater oder das Finanzamt. Zu prüfen sind insbesondere Beträge, Zahlungsempfänger, IBAN, Verwendungszweck, Gläubiger-Identifikationsnummer, Mandate, Fälligkeiten und Steuerangaben. Der Kunde bleibt für ein wirksames SEPA-Lastschriftmandat, die Vorabankündigung (Pre-Notification) und die Einhaltung der SEPA-Regeln verantwortlich.
4.4 Hinweise zu Steuern und Pflichtangaben (z. B. zum Steuerabzug bei ausländischen Spielern nach § 50a EStG, zur Umsatzsteuer oder zu Rechnungsangaben) sind unverbindliche Orientierungshilfen und keine Steuer- oder Rechtsberatung. Verantwortlich für die steuerliche und rechtliche Behandlung bleiben der Kunde und sein Steuerberater. Die Buchhaltungsübersichten und Exporte ersetzen keine Buchführung und entbinden nicht von gesetzlichen Aufbewahrungspflichten.
4.5 Hat der Kunde seine Prüfpflicht nach Ziffer 4.3 nicht erfüllt, muss er sich ein Mitverschulden anrechnen lassen. Im Übrigen gilt Ziffer 3.
4.6 Für Zahlungsdateien (SEPA-Überweisungs- und Lastschriftdateien, auch für Auszahlungen und Preisgeld) ist der Betreiber nur dafür verantwortlich, dass die Datei die vom Kunden eingegebenen oder angebundenen Daten (Zahlungsempfänger, IBAN, BIC, Beträge, Verwendungszweck, Mandat) so enthält, wie sie eingegeben wurden, und dass angezeigte Summen und Differenzen aus diesen Daten rechnerisch richtig gebildet werden. Für die Richtigkeit der eingegebenen Daten ist allein der Kunde verantwortlich, auch für Zahlungsziele und Beträge, die er oder seine Teilnehmer falsch eingeben (z. B. eine falsche IBAN, ein falscher Preisgeldbetrag, ein fehlendes oder widerrufenes Mandat). Wird eine Zahlung deshalb an einen falschen Empfänger oder in falscher Höhe ausgeführt, abgelehnt oder zurückgebucht, ist das kein Schaden, den der Betreiber zu vertreten hat. Bei einem Fehler in der Erzeugung der Datei haftet der Betreiber bei einfacher Fahrlässigkeit nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und beschränkt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Das sind insbesondere die Entgelte, die Banken für abgelehnte, zurückgegebene oder fehlerhaft ausgeführte Zahlungen berechnen, und der Aufwand für die Korrektur und die erneute Erzeugung der Datei. Ziffer 3.1 bleibt unberührt.
5. Verantwortung für Inhalte (Freistellung)
Der Kunde ist für alle von ihm auf der Plattform generierten Inhalte (Texte, Bilder, Links in Newslettern oder Eventbeschreibungen) rechtlich vollumfänglich selbst verantwortlich. Der Kunde garantiert, dass durch seine Inhalte keine Rechte Dritter (insb. Urheber-, Marken- oder Persönlichkeitsrechte) verletzt werden.
Der Kunde stellt den Betreiber von allen Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung der Plattform oder verletzenden Inhalten des Kunden beruhen.
6. Sperrung und Kündigung
Bei einem Verstoß gegen diese Nutzungsbedingungen oder beim begründeten Verdacht auf rechtswidrige Aktivitäten (z. B. das Einstellen illegaler Inhalte) ist der Betreiber berechtigt, den Account des Kunden temporär oder dauerhaft zu sperren.
Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV)
Gemäß Art. 28 DSGVO
Zwischen dem Tennisverein / der Tennisschule (nachfolgend „Verantwortlicher“)
und dem Plattformbetreiber Jan Lauinger, Hohenzollernstr. 41, 80801 München (nachfolgend „Auftragsverarbeiter“).
1. Gegenstand und Dauer der Verarbeitung
Der Auftragsverarbeiter stellt dem Verantwortlichen die Nutzung der Tennis-Plattform zur Verfügung. Im Rahmen dieser Bereitstellung verarbeitet der Auftragsverarbeiter personenbezogene Daten im Auftrag und nach Weisung des Verantwortlichen. Die Laufzeit dieses Vertrages richtet sich nach der Laufzeit des Hauptnutzungsvertrages.
2. Art und Zweck der Daten, Kategorien betroffener Personen
Kategorien betroffener Personen: Mitglieder des Vereins, Schüler der Tennisschule, Trainer, Gast-Anmelder, Erziehungsberechtigte.
Art der personenbezogenen Daten: Stamm- und Kontaktdaten (Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Anschrift, Geburtsdatum, Rolle), Leistungsdaten (Spielstärke), Chat-Nachrichten, sowie besondere Kategorien personenbezogener Daten (Gesundheitsdaten wie Allergien, sofern vom Nutzer freiwillig angegeben).
3. Technische und Organisatorische Maßnahmen (TOM)
Der Auftragsverarbeiter sichert zu, die erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen gemäß Art. 32 DSGVO umzusetzen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten. Dazu gehören insbesondere:
- Verschlüsselung: Alle Datenübertragungen zur Plattform erfolgen über eine Transportverschlüsselung (HTTPS/TLS).
- Serverstandort: Das Hosting der Applikation sowie der PostgreSQL-Datenbank und des Mailservers erfolgt ausschließlich auf Servern der Hetzner Online GmbH im Rechenzentrum Nürnberg (Deutschland).
- Datensicherung: Es werden täglich automatisierte Backups und Snapshots durchgeführt, die verschlüsselt gespeichert und nach maximal 7 Tagen zyklisch überschrieben werden.
4. Einsatz von Unterauftragsverhältnissen
Der Verantwortliche erteilt dem Auftragsverarbeiter die Genehmigung, den folgenden Infrastruktur-Dienstleister als weiteren Unterauftragsverarbeiter einzusetzen:
| Dienstleister | Zweck | Ort der Verarbeitung |
|---|---|---|
| Hetzner Online GmbH | Server-Infrastruktur, Storage & Backups | Deutschland (Nürnberg) |
5. Pflichten des Auftragsverarbeiters
Der Auftragsverarbeiter verarbeitet die Daten ausschließlich im Rahmen der getroffenen Vereinbarungen und nach Weisungen des Verantwortlichen. Er stellt sicher, dass sich die zur Verarbeitung der Daten befugten Personen zur Vertraulichkeit verpflichtet haben. Nach Beendigung des Vertrages werden alle Daten auftragsgemäß gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.
6. Verantwortung und Haftung
Der Verantwortliche bleibt für die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung, die Richtigkeit der von ihm und seinen Teilnehmern eingegebenen Daten und die Wahrung der Betroffenenrechte verantwortlich.
Die Haftung gegenüber betroffenen Personen richtet sich nach Art. 82 DSGVO und wird durch diesen Vertrag nicht beschränkt. Im Verhältnis zwischen dem Verantwortlichen und dem Auftragsverarbeiter gelten für Schadensersatzansprüche die Haftungsregelungen in Ziffer 3 der Allgemeinen Nutzungsbedingungen (AGB) für Vereine, Clubs und Tennisschulen entsprechend, soweit zwingende gesetzliche Vorschriften nicht entgegenstehen. Der Ausgleichsanspruch nach Art. 82 Abs. 5 DSGVO bleibt davon unberührt.